Spoekelbiester-Schildbau

Schildbau

Seyd gegrüsst, werter Leser!
Lasst mich Euch erzählen, wie und warum der Spökelbiester-Schild entstand.

Die Idee zu einem kampftauglichen Schild geisterte schon lange in meinem Oberstübchen herum, und durch die Bekanntschaft mit den Spökelbiestern, nahm der Plan immer mehr Gestalt an, einen kampftauglichen UND bannertragenden Schild zu erschaffen. Gesagt, getan!

Nachdem ich nach langer Zeit wieder in der Heimat war, wurden sodann die Materalien beschafft. Ich verwendete eine 60cm x 60cm Sperrholzplatte mit einer Dicke von 10mm aus Buche und sägte einen Kreis aus mit Durchmesser 60cm, da kleiner keinen Sinn machte und ich auch nicht zu viel Verschnitt haben wollte. Größer wäre schöner gewesen, jedoch konnte der ansässige Holzhändler nicht damit dienen.

Nachdem ich nun im Besitz eines großen Holzkreises war, welcher schon fast wie ein Schild aussah, wurde ein Loch mittig in die Platte mit Durchmesser 13cm gesägt. Dies sollte dazu dienen, dass meine Hand später genügend Platz haben würde, den Schild bequem halten zu können. Nachdem das Sägen beendet war, ging es daran, die Löcher für die Halteschnur des Randpolsters zu bohren. Und so wurden Löcher mit einem Durchmesser von 2mm in einem Abstand von 1cm zum Rand und einem ungefähren Abstand zueinander von 2cm gebohrt. Auch dieses war irgendwann geschafft und der Tag neigte sich dem Ende zu. Also noch schnell die Randpolsterung aufspannen. Hierfür nahm ich ein 12mm dickes Segeltau und befestigte es mit einer 2mm dicken Spannschnur.

Ein neuer Tag und der gelbe Bote mit dem schwarzen Horn lieferte die weiteren Materalien: den Schildbuckel sowie Leinenstoff in den Farben Bordeaux und Beige. Sehr gut, die Arbeit konnte weiter gehen. So verkroch ich mich wieder in meine Gemäuer und werkelte weiter. Als nächstes wurden die Halterungen angebracht. Diesen Schritt verfolgte ich bereits in diesem Stadium, um auf der Vorderseite des Schildes keine unmittelbar sichtbaren Lederbänder zu haben, die das Schildwappen verfälschen könnten. So wurden wieder Löcher gebohrt, um die Lederriemen für Unterarm und Rückentragegurt mit einfachen Vierkantlederbändern befestigen zu können. Für den Unterarm- und Rückengurt, musste ein einfacher Ledergürtel herhalten. Danach wurde die Rückseite mit dem beigen Leinenstoff beklebt. Die Vorderseite folgte am nächsten Tag.

Nachdem die beiden Seiten gut durchtrocknen konnten, ging es an die Befestigung der Lederummantelung für den Schildrand. Hierzu nutzte ich extra starken Nähgarn, der durch die bereits bestehenden Löcher am Rand geführt wurde, um die Ummantelung aus Kunstleder zu halten. Nach ungefähr 6 Stunden akribischen Vernähens und zwei gebrochenen Nadeln, war der Schutz drauf. Eine Heidenarbeit!

Nun ging es in die Endphase. Noch einmal in die tiefen Gewölbe, um ein Handstück anzubringen, das mit Wollstoff und Lederband umwickelt wurde, und den Schildbuckel auf den Schild zu setzen. Die Befestigung desselben ist noch nicht ganz abgeschlossen, da mir die Mittel hierzu fehlen, aber sobald mir ein Schmied über den Weg läuft, wird dieses hoffentlich abgestellt. Als letzter Schritt stand dann nur noch die Bemalung des Schildes an. Ausgerüstet mit einer Schablone des Wappens und Acrylfarbe, ging es in penibelster Kleinstarbeit an das Machwerk. Und in meinen Augen war es die gesamte Arbeit wert.

Einen ersten Stresstest hat der Schild auch schon über sich ergehen lassen müssen. Breanna gebührte die Ehre des ersten Schlages und sie wollte gar nicht mehr aufhören. Kurzum, Test bestanden! Darauf gab es dann einen wohlverdienten Met.

In diesem Sinne, bleibt gesund, werter Leser, und habt stets einen Becher voll Met in eurer Hand,
Euer Arnvidh

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